Die 4 (wirklich) wichtigsten Gründe für VoIP

08.02.2018

Spätestens in 2018 wird VoIP zum neuen Telefonie-Standard erklärt. Die Telekom strebt noch in diesem Jahr die Umstellung aller Analog- und ISDN-Anschlüsse auf All-IP an. Das bedeutet konkret, dass Telefongespräche nicht mehr über separate Anschlüsse und ein autarkes Netz geführt werden, sondern über die Infrastruktur des World Wide Web. Bei Voice over Internet Protocol (VoIP) findet die Abwicklung der Telefonie also über das Internet statt. Das Kommunizieren über IP-basierte Datennetzwerke bietet dabei enormes Potential und schafft Vorteile für alle beteiligten Stakeholder.

Kosteneinsparungen

VoIP-Telefonie wird über die bereits bestehende Infrastruktur des Internets abgewickelt, eine separates Telefonnetz ist obsolet. Für Provider sinkt der Wartungs- und Administrationsaufwand signifikant, wovon die Kunden mit günstigeren Verbindungsentgelten profitieren. Zudem besteht die Möglichkeit nationale und internationale Gespräche über einen VoIP-Anbieter zu führen, wodurch die Kosten (im Vergleich zu ISDN) um bis zu 50 % sinken. Standortübergreifende, interne Telefonate sind mit All-IP gar komplett kostenfrei.

Skalierbarkeit und Flexibilität

Eine Veränderung der Anforderungen war und ist für klassische Telefonanlagen eine Herausforderung, im VoIP-Zeitalter wird mit „Plug & Call“ flexibel und schnell auf Umgestaltungen und aktuelle Geschäftsbedürfnisse reagiert. Neue Leitungen, Nebenstellen oder ganze Standorte können einfach und in kurzer Zeit hinzugefügt oder entfernt werden. Der Erwerb neuer, teurer Hardware ist damit nicht länger nötig. Voice over IP erlaubt Skalierbarkeit zu jeder Zeit und an jedem Ort. Einzige Voraussetzung: Eine performante Webanbindung.

Telefonie wird zu Kommunikation

Rechner und Telefon sind bei der All-IP Telefonie eng miteinander verzahnt. Beide werden zu einer homogenen Kommunikationseinheit. Klassische Telefonie, also der bloße Übertrag von Sprache, wird um eine Vielzahl an zusätzlichen Funktionen erweitert. Zudem ermöglicht VoIP die Nutzung von Unified Communications. Hierbei werden klassische Telefonanlagen-Funktionen mit weiteren Features der Business-Kommunikation (z. B. HD-Videoconferencing, Collaboration, Screensharing, Instant Messaging etc.) zusammengeführt und über eine intuitive Weboberfläche gesteuert. So wird die interne Zusammenarbeit effizienter und der Ablauf von Geschäftsprozessen optimiert.
Telefonie wird zu Kommunikation.

Leichtere Installation, Konfiguration und Bedienung

Stichwort Usability: Sowohl die Konfiguration der Anlage über ein zentrales Web-Interface (Rechteverteilung, Nummernvergabe, Musikeinspielungen etc.), als auch die Bedienung der einzelnen Nebenstellen über eine selbsterklärende Benutzeroberfläche (Adressverwaltung, Soft-Client Rufumleitung, AB etc.), gelingen mit VoIP spielerisch. Natürlich kann auch weiterhin das physische Telefon wie gewohnt genutzt werden. Auch die Installation des Systems wird durch die Nutzung nur eines Netzes stark vereinfacht. Schöner Nebeneffekt: Eine komplizierte Verkabelung der Anlage entfällt.

Fazit: VoIP bietet Kostenreduktion, maximale Flexibilität und Skalierbarkeit, hohe Funktionalität und optimalen Bedienkomfort. Zudem verbannt die Telekom alle Analog und ISDN-Anschlüsse noch innerhalb dieses Jahres ins Exil. Noch Fragen?

Autor: Florian Specht